Liebe Mitglieder und Freunde der Gemeinde,

wie Sie vielleicht schon aus verschiedenen Quellen gehört haben, mussten wir unseren Kindergarten zum Ende des Jahres 2018 schließen. Das ist eine traurige Nachricht, denn das Maternal war über 30 Jahre ein Teil unserer Gemeinde.

Leicht haben wir uns die Entscheidung nicht gemacht. Aber seit mindestens drei Jahren befand sich das Maternal in einer prekären finanziellen Lage, weil die Anzahl der Kinder teilweise unter der Wirtschaftlichkeitsgrenze von acht Kindern lag. Wir hofften auf Fortführung der Einrichtung, nachdem die Auslastung im vergangenen Schuljahr wieder etwas angestiegen war. Aber die Anmeldezahlen für dieses Jahr waren derart gering und die Personalkosten demgegenüber so hoch, dass wir noch im Dezember handeln mussten.

Unser Bestreben geht dahin, eine stabile Finanzierungsgrundlage für die Gemeinde zu schaffen, die es uns erlaubt, auch zukünftig wirtschaftlich vernünftig und gesichert das Bestehen der Gemeinde zu garantieren. Die Einnahmen aus dem Betrieb des Maternals trugen in guten Jahren zum Unterhalt der Gemeinde bei, in schlechten Jahren reduzierten sie jedoch die finanziellen Rücklagen. Vor dem Hintergrund der relativ geringen Mitgliederzahl unser Gemeinde lässt sich ein weiteres defizitäres Kindergartenjahr nicht verantworten. Die Schließung des Maternals gibt uns die Möglichkeit, die Einnahmesituation wieder neu auszurichten.

Die Gemeinde verfügt über eine sehr attraktive Immobilie in einer nachgefragten Stadtumgebung. Wir werden die Sala nutzen, um durch Vermietung ein stabiles Einkommen zu generieren. Mieter könnte eine Bürogemeinschaft sein, eine Klinik, ein Kindergartenbetreiber, etc. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung: Wenn Sie jemanden kennen, der eine solche Immobilie zu mieten sucht, wenden Sie sich bitte an den Vorstand!

Die Sala dauerhaft zu vermieten, bedeutet auch, uns räumlich ein wenig einzuschränken. Bisher haben wir die Sala dreimal im Jahr für größere Veranstaltungen genutzt, die wir nun in andere Räume verlegen müssen. Das Osterfrühstück lässt sich sehr schön und problemlos in den Kirchenraum verlegen, für das Erntedankfest finden wir vielleicht eine Lösung im Freien, in einem Rancho, auf einer Finca. Die dritte Sala-Veranstaltung im Jahr, die Gemeindehauptversammlung, lässt sich ohne Weiteres in die kleine Salita verlegen.

Wir wissen, dass dies Veränderungen bedeutet. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir durch kluge und vernünftige Entscheidungen und durch gemeinsame Anstrengungen auch zukünftig die finanzielle Absicherung und den Fortbestand unserer kleinen Auslandsgemeinde gewährleisten können. Daran arbeiten wir!

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung!

Herzlichen Gruß vom Vorstand